Ihr WordPress-Menü wird nicht angezeigt, zeigt die falschen Einträge oder fehlt nur auf dem Smartphone? Hier finden Sie die Ursachen nach Symptom geordnet, und zu jeder den Weg zur Lösung.

Wenn ein WordPress-Menü nicht angezeigt wird, prüfen Sie zuerst, ob es einer Menüposition zugeordnet ist, und ob Ihr Theme Menüs überhaupt über Positionen einbindet: Block-Themes verwenden dafür den Navigationsblock, Page Builder wie Divi ein Menü-Modul im Header. Steht das Menü im Quelltext der Seite, ist aber nicht zu sehen, versteckt es CSS. Erst danach sind Cache, Plugins und Updates an der Reihe.

Zuerst: Wie kommt das Menü bei Ihnen in den Header?

Lösungen für ein Menü in WordPress funktioniert nichtIn WordPress gibt es heute drei Wege, auf denen ein Menü in den Header einer Website kommt, und jeder hat seine eigene Stelle, an der man es einstellt. Wer an der falschen Stelle sucht, bearbeitet womöglich ein Menü, das gar nicht angezeigt wird.

  • Klassisches Theme: Das Theme legt Menüpositionen fest, bei Divi zum Beispiel „Primäres Menü“, „Sekundäres Menü“ und „Footer-Menü“. Sie erstellen Menüs unter Design → Menüs und weisen sie dort einer Position zu.
  • Block-Theme (zum Beispiel Twenty Twenty-Four): Hier gibt es meist keinen Eintrag Design → Menüs. Das Menü ist ein Navigationsblock im Header, den Sie im Website-Editor bearbeiten.
  • Header aus einem Page Builder: Baut ein Theme Builder den Header, etwa der von Divi mit dem Modul „Menü“, dann wählt dieses Modul selbst aus, welches Menü es zeigt. Die Positionen unter Design → Menüs spielen für diesen Header keine Rolle.

Woran Sie erkennen, was Sie haben: Steht im Dashboard unter Design der Eintrag Editor, ist ein Block-Theme aktiv. Den Eintrag Menüs zeigt WordPress dort nur, wenn das Theme Menüs oder Widgets unterstützt.

Das Menü wird gar nicht angezeigt

Klassisches Theme: Ist das Menü einer Position zugeordnet?

Gehen Sie zu Design → Menüs, wählen Sie oben bei „Wähle ein Menü zum Bearbeiten:“ Ihr Menü aus und klicken Sie auf „Auswählen“. Ganz unten, in den „Menü-Einstellungen“, steht unter „Menüposition“ eine Checkbox für jede Position, die Ihr Theme anbietet. Ist keine davon angehakt, existiert das Menü zwar, wird aber nirgends angezeigt. Häkchen setzen und „Menü speichern“ klicken.

Für alle Positionen auf einmal gibt es den Reiter „Positionen verwalten“ oben auf derselben Seite: Dort wählen Sie für jede Position ein Menü aus und klicken auf „Änderungen speichern“. Dieselbe Zuordnung finden Sie auch im Customizer unter Design → Anpassen → Menüs → Menüpositionen.

Was an einer leeren Position erscheint, entscheidet das Theme. Bei Divi bleiben das sekundäre Menü und das Footer-Menü dann leer, an der Stelle des Hauptmenüs erscheint ein automatisch erzeugtes Menü (mehr dazu weiter unten).

Block-Theme: Welches Menü zeigt der Navigationsblock?

In einem Block-Theme gehört das Menü zum Navigationsblock, nicht zu einer Menüposition. Sie bearbeiten es im Website-Editor unter Design → Editor → Navigation; den Block selbst finden Sie im Header unter Design → Editor → Vorlagen → Template-Teile → Header.

Ein klassisches Menü, also eines aus Design → Menüs, zeigt der Block nur, wenn Sie es importieren: Im Menü-Auswahlfeld des Blocks gibt es dafür „Klassische Menüs importieren“. Der Import legt eine Kopie an. Spätere Änderungen am klassischen Menü kommen deshalb nicht im Header an.

Ist im Block gar kein Menü ausgewählt, nimmt WordPress das zuletzt veröffentlichte Navigationsmenü der Website. Gibt es keines, legt WordPress eines an: als Kopie eines klassischen Menüs, falls eines existiert, sonst als Liste aller Seiten. Wenn im Header plötzlich ein Menü steht, das Sie dort nie ausgewählt haben, oder einfach alle Ihre Seiten, dann kann genau das der Grund sein. Wählen Sie im Block ausdrücklich das gewünschte Menü aus.

Wie der Navigationsblock eingestellt wird und was seine Optionen bedeuten, steht ausführlich in meinem Artikel So geht’s: WordPress Menü in Seite oder Beitrag einfügen.

Header aus Divi oder einem anderen Page Builder

Wurde der Header mit dem Theme Builder von Divi gestaltet, steckt das Menü im Modul „Menü“ dieses Header-Templates. Welches Menü es zeigt, legen Sie in den Einstellungen des Moduls fest, nicht unter Design → Menüs. Öffnen Sie also das Header-Template im Theme Builder und prüfen Sie dort das Modul. Arbeiten Sie mit einem anderen Page Builder, stellt sich dieselbe Frage: Welches Element baut den Header, und welches Menü ist darin ausgewählt?

Das Menü ist da, aber unsichtbar oder kaputt dargestellt

Ob das Menü gar nicht ausgegeben wird oder nur nicht zu sehen ist, verrät der Quelltext der Seite: Rechtsklick auf eine leere Stelle, „Seitenquelltext anzeigen“ (so heißt der Eintrag in Chrome und in Firefox), dann mit der Suchfunktion des Browsers nach dem Text eines Menüpunkts suchen.

  • Nicht gefunden: Das Menü wird nicht ausgegeben. Zurück zum vorigen Abschnitt: Position, Navigationsblock oder Menü-Modul.
  • Gefunden: Das Menü ist da, wird aber versteckt oder falsch dargestellt. Dann liegt es an CSS, aus einer Datei oder direkt im HTML.

Woher die verantwortliche CSS-Regel kommt, zeigen die Entwicklerwerkzeuge des Browsers: Rechtsklick auf die Stelle, an der das Menü sein sollte, dann „Untersuchen“. Im Bereich „Elemente“ (Chrome) bzw. „Inspektor“ (Firefox) sehen Sie den HTML-Code; klicken Sie dort das Menü an. Daneben stehen die CSS-Regeln, die für dieses Element gelten, jeweils mit der Datei, aus der sie stammen. Suchen Sie nach display: none oder visibility: hidden.

Die Elemente und CSS-Befehle für ein WordPress Menü untersuchen

Der Dateipfad verrät die Quelle: /wp-content/themes/ steht für das Theme, /wp-content/plugins/ für ein Plugin. Regeln ohne eigene Datei stehen direkt in der Seite, zum Beispiel aus dem Feld „Zusätzliches CSS“ im Customizer oder aus den CSS-Einstellungen des Themes. Mögliche Auslöser sind:

  • eine eigene CSS-Regel, die mehr trifft als beabsichtigt,
  • eine Einstellung im Theme oder in einem Plugin, die das Menü auf bestimmten Geräten ausblendet,
  • eine Optimierungsfunktion, die CSS-Dateien zusammenfasst oder kürzt (testweise ausschalten),
  • eine alte CSS-Datei im Cache, die nicht mehr zum aktuellen HTML passt.

Ein anderes Menü als erwartet wird angezeigt

Zeigt die Website ein anderes Menü als das, das Sie gerade bearbeitet haben, gehen Sie diese Fragen durch:

  • Haben Sie das richtige Menü bearbeitet? Unter Design → Menüs steht in der Auswahlliste hinter jedem Menü in Klammern, welcher Position es zugeordnet ist. Ein Menü ohne Klammer wird über keine Position angezeigt.
  • Ist die Position leer? Dann zeigt das Theme unter Umständen ein automatisch erzeugtes Menü. WordPress selbst listet dafür alle veröffentlichten Seiten auf; Divi zeigt die Startseite, die Seiten und die Kategorien, in denen es Beiträge gibt. Wie dieses automatische Menü entsteht und wie man es steuert, steht in meinem Artikel über das automatische Menü in WordPress. Sobald Sie der Position ein eigenes Menü zuweisen, verschwindet es.
  • Navigationsblock oder Menü-Modul? Dann bestimmt der Block oder das Modul das Menü, nicht die Position (siehe oben).
  • Steht das Menü an der falschen Stelle? Dann ist es der falschen Position zugeordnet. Die Zuordnung ändern Sie im Reiter „Positionen verwalten“.

Eine Seite oder ein Beitrag lässt sich nicht zum Menü hinzufügen

In der Liste links unter Design → Menüs erscheinen nur veröffentlichte Seiten und Beiträge. Entwürfe, geplante und private Inhalte fehlen dort. Veröffentlichen Sie den Inhalt zuerst.

Ist er veröffentlicht und trotzdem nicht in der Liste, zeigt der Reiter „Neueste“ nur die zuletzt erstellten Einträge. Wechseln Sie zu „Alle anzeigen“ oder finden Sie ihn über „Suchen“. Dann Kästchen anhaken und „Zum Menü hinzufügen“ klicken.

Umgekehrt: Kommt eine Seite, die bereits im Menü steht, in den Papierkorb, verschwindet ihr Eintrag von der Website; im Menü-Editor ist er mit „(ungültig)“ markiert. Hatte er Unterpunkte, rutschen diese an das Ende der obersten Ebene oder fallen ganz weg. Mehr dazu im Artikel über fehlende Unterpunkte.

Das Menü fehlt oder funktioniert nicht auf dem Smartphone

Auf kleinen Bildschirmen ersetzen Divi und der Navigationsblock das Menü durch ein Symbol aus drei Strichen, das das Menü beim Antippen aufklappt. Dieses Aufklappen erledigt JavaScript. Mobile Menüprobleme haben deshalb oft andere Ursachen als auf dem Desktop:

  • Das Symbol reagiert nicht oder das Menü öffnet sich leer: Dann läuft das Script nicht, das das Menü öffnet, etwa wegen eines JavaScript-Fehlers. Fasst eine Optimierungsfunktion mehrere Scripts zu einer Datei zusammen, kann ein einziger Fehler darin auch das Menü-Script stoppen. Öffnen Sie am Computer die Entwicklerwerkzeuge („Untersuchen“), stellen Sie dort die Ansicht auf ein Smartphone um und sehen Sie im Bereich „Konsole“ nach roten Fehlermeldungen. Die Meldung nennt die Datei, und die führt zum Plugin oder Theme. Schalten Sie außerdem testweise Optimierungsfunktionen aus, die JavaScript zusammenfassen oder verzögert laden.
  • Divi (klassischer Header): Auf dem Smartphone erscheint statt des Hauptmenüs „Seite auswählen“ mit dem Menü-Symbol. Die obere Leiste mit dem sekundären Menü blendet Divi auf schmalen Bildschirmen aus und hängt deren Einträge unten an das mobile Menü an. Ein Eintrag aus dem sekundären Menü ist mobil also nicht weg, sondern steht am Ende der Liste.
  • Divi: Ein Menüpunkt lässt sich nicht antippen. Ist unter Divi → Theme-Optionen → Navigation → Allgemeine Einstellungen die Option „Links Für Dropdown-Menüs Der Obersten Ebene Deaktivieren“ eingeschaltet, führen Hauptpunkte, die Unterpunkte haben, nirgendwohin, mobil wie am Desktop. Das ist so gewollt: Der Punkt soll nur seine Unterpunkte gruppieren.
  • Block-Theme: Der Navigationsblock hat die Einstellung „Overlay-Sichtbarkeit“ mit „Aus“, „Mobil“ (Standard) und „Immer“. Bei „Mobil“ klappt das Menü auf kleinen Bildschirmen in ein Overlay ein, das sich über ein Symbol öffnet.
  • Weder Desktop- noch Mobil-Menü, zum Beispiel auf dem Tablet: Themes mit eigenem Mobil-Menü wechseln ab einer bestimmten Bildschirmbreite vom einen zum anderen. Verschwindet das Menü genau in einem Breitenbereich, passen die CSS-Regeln für diesen Übergang nicht zusammen, zum Beispiel weil eigenes CSS mit einer anderen Breite rechnet als das Theme. Prüfen Sie das in den Entwicklerwerkzeugen, indem Sie die Breite der Ansicht schrittweise ändern.

Hilft das alles nicht, ist es ein Fall für den Support Ihres Themes. Nennen Sie dort Gerät, Browser und, falls vorhanden, die Fehlermeldung aus der Konsole.

Das Menü im Footer fehlt

Ein Footer-Menü kommt auf zwei Wegen auf die Seite: über eine Menüposition des Themes (bei Divi „Footer-Menü“) oder über ein Widget in einem Footer-Widgetbereich. Prüfen Sie zuerst die Position wie oben beschrieben. Für ein Widget fügen Sie unter Design → Widgets im Footer-Bereich das Widget „Navigationsmenü“ ein und wählen dort das Menü aus. Wie Widgets funktionieren und was zu tun ist, wenn eines nicht angezeigt wird, steht in meinem Artikel über WordPress-Widgets.

Bei Divi gilt außerdem: Das Footer-Menü zeigt nur die oberste Ebene. Unterpunkte eines Menüs, das dort zugeordnet ist, erscheinen im Footer nicht.

Wenn nichts davon hilft: die allgemeinen Schritte

Diese Schritte sind nicht menüspezifisch, schließen aber allgemeine Ursachen aus. Am besten der Reihe nach:

  1. Cache leeren: den Browser-Cache (oder die Seite in einem privaten Fenster öffnen), dann den Cache Ihres Caching-Plugins, des Hosters und eines CDN wie Cloudflare, falls Sie eines nutzen.
  2. Updates einspielen: WordPress, Theme und Plugins, vorher mit einer Sicherung.
  3. Das Menü im Editor kontrollieren: Stimmen unter Design → Menüs die Einträge, ihre Reihenfolge und ihre Einrückung? Prüfen Sie, dass oben das richtige Menü ausgewählt ist, bevor Sie etwas ändern, und klicken Sie danach auf „Menü speichern“.
  4. Einen Konflikt suchen: Deaktivieren Sie die Plugins einzeln und prüfen Sie nach jedem, ob das Menü wieder funktioniert. Wechseln Sie testweise auf ein Standard-Theme; für ein klassisches Menü eignet sich ein klassisches Theme wie Twenty Twenty-One, denn ein Block-Theme zeigt klassische Menüs nicht ohne Weiteres an (siehe oben). Beides ändert die Website für alle Besucher. Machen Sie es deshalb auf einer Staging-Kopie, falls Ihr Hoster eine anbietet, oder zu einer ruhigen Zeit.
  5. Das Theme prüfen: Wann hat Ihr Theme das letzte Update bekommen? Ein Theme, das seit Jahren nicht gepflegt wird, passt womöglich nicht mehr zur aktuellen WordPress-Version. Dann helfen nur der Support des Theme-Anbieters oder ein Wechsel des Themes.

Unterpunkte im Menü werden nicht angezeigt

Für diesen Fall gibt es einen eigenen Artikel: Lösungen für: Unterpunkte im WordPress Menü werden nicht angezeigt.

Ein Menü mitten im Text

Ein Menü lässt sich auch in eine Seite oder einen Beitrag einfügen, mit dem Navigationsblock oder per Shortcode. Wie das geht und wo die Fallen liegen: So geht’s: WordPress Menü in Seite oder Beitrag einfügen.

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Weitere Informationen zu WordPress-Websites

Menüs sind nur ein Teil einer WordPress-Website. Was Sie sonst noch auf keinen Fall übersehen sollten, habe ich in meinem Leitfaden zur fertigen WordPress-Website zusammengetragen.