Willkommen zum neunten Teil meiner Beitrags-Reihe, in der ich eine komplette Website-Erstellung von Anfang bis Ende beschreibe. Im vorangegangenen achten Teil habe ich Ihnen gezeigt, welche rechtlichen Inhalte Ihre Website braucht und wie Sie sie einrichten. Der nächste Schritt betrifft WordPress Menüs. Damit kommen wir zu einer Struktur, die auf jeder Website wichtig ist.
Wie richte ich WordPress-Menüs auf meiner Website richtig ein?
Die erforderlichen Schritte sind: Zunächst die gewünschten Inhalte erstellen, dann die Inhalte geeignet in Menüs ordnen (oder automatisch ordnen lassen) und die entsprechenden Menüs einrichten, und schließlich die erzeugten Menüs im verwendeten WordPress-Theme geeignet platzieren.
Alle diese Schritte beschreibe ich im Folgenden im Detail und mit Screenshots. Die Anleitung gilt für klassische Themes, die ihre Menüs unter Design → Menüs verwalten, zum Beispiel Divi. Wie es in Block-Themes geht, steht im Abschnitt zum Navigationsblock.
Was leisten Menüs auf einer Website überhaupt?
Menüs auf einer Website funktionieren einerseits wie ein Inhaltsverzeichnis. Andererseits können sie auch verwendet werden, um die Aufmerksamkeit des Besuchers auf ganz bestimmte Inhalte zu lenken oder gesetzliche Vorgaben zu erfüllen.
Nehmen wir als Beispiel die Website, die Sie gerade ansehen, WebsiteBerater.com: Ganz zuoberst erscheint hier das sekundäre Menü, das ich verwende, um die gesetzlichen Vorgaben der Impressumspflicht und Datenschutz-Grundverordnung zu erfüllen.

Durch die Position ganz am oberen Rand ist es sofort und deutlich sichtbar (was durch die Farbauswahl noch verstärkt wird). Obwohl die Schriftart eher klein gewählt ist, erfüllt es alle Erfordernisse - es bleibt außerdem wie das Hauptmenü beim Scrollen stehen - und nimmt zugleich nicht zuviel Platz ein. Auf dem Smartphone blendet Divi diese Leiste aus und hängt ihre Einträge an das Ende des mobilen Menüs an.
Ein praktischer Trick, den ich verwende, um das Hauptmenü etwas zu entrümpeln, ist den Punkt Home ebenfalls hier dazuzugeben. Der Link zur Homepage befindet sich zwar auch im Hauptmenü (über das Logo), das zusätzliche Erscheinen im Sekundärmenü schafft jedoch noch einen Anreiz mehr, von einem gerade gelesenen Artikel zur Homepage zu klicken.
Das Hauptmenü enthält jene Links, die für die Mission der Website zentral sind. Bei WebsiteBerater.com sind das die Überblicksartikel, darunter die Website-Komplettanleitung, deren neunten Teil Sie gerade lesen, dann die Themen (das sind die Kategorien der Website), die Ressourcen mit meinen Empfehlungen und unter About die Seiten über die Website und über mich. Eine Sitemap und das Symbol für die Suche runden das Menü ab.
Soviel also gleich am Anfang dieses Artikels zum Thema Menügestaltung: Platzieren Sie den aus Ihrer Sicht wichtigsten Inhalt am Anfang und stellen Sie sicher, dass die Menüs übersichtlich und sinnvoll strukturiert sind.
Soll ich das Website-Menü in WordPress händisch erstellen oder das automatisch erzeugte WordPress-Menü verwenden?
Diese Entscheidung betrifft das Hauptmenü der Website, das WordPress auch automatisch erstellen kann. Was dieses automatische Menü enthält und ob man darin Einträge auslassen kann, hängt vom Theme ab (siehe nächster Abschnitt). Wer genau bestimmen will, was im Hauptmenü steht, sollte es händisch erstellen.

Zur Erleichterung dieser Entscheidung ist es hilfreich zu verstehen, wie einerseits das automatisch von WordPress erzeugte Menü funktioniert und erstellt wird, und andererseits man ein WordPress-Menü händisch erstellen kann. Beides beschreibe ich im Folgenden im Detail.
An dieser Stelle kann ich aber bereits sagen, dass diese Entscheidung eigentlich auf folgender Grundlage getroffen wird: Möchte ich im Laufe der Zeit neue Seiten oder Beitrags-Kategorien lieber per Hand ins Hauptmenü einfügen oder möchte ich einfach drauflosbloggen (ohne viele Seiten) und alles (oder besser gesagt, das Hauptmenü) regelt sich von selbst?
Am Anfang einer Website steht meistens bereits die Planung, was dort später einmal (bzw. wenn die Website fertig ist) alles enthalten sein soll. Damit kann man sich schon einen Überblick verschaffen. Meine Tendenz ist jedenfalls zu händisch erstellten Menüs, schon allein deshalb, weil ich im Hauptmenü nicht alle Punkte haben möchte, sondern sie teilweise in ein zweites Menü verschoben habe.
Aber dazu gleich noch mehr. Versuchen wir zunächst einmal, die Funktionsweise der beiden Varianten zu verstehen. Zuerst diskutiere ich das automatische WordPress-Menü, dann die händische Variante.
Wie funktioniert das automatische Standard-Menü in WordPress?
Ein automatisches Menü zeigt ein klassisches Theme an der Stelle seines Hauptmenüs an, solange dieser Position kein eigenes Menü zugewiesen ist. Was darin steht, bestimmt das Theme. Die Standardlösung von WordPress selbst (die Funktion wp_page_menu) listet alle veröffentlichten Seiten in ihrer Hierarchie auf, sortiert nach dem Feld „Reihenfolge“ und dann nach Titel. Kategorien kommen darin nicht vor.
Divi geht weiter: Sein automatisches Menü beginnt mit einem Link zur Startseite, dann folgen alle Seiten in ihrer Hierarchie und schließlich die Kategorien, in denen es Beiträge gibt. Einstellen lässt sich das unter Divi → Theme-Optionen → Navigation: Dort kann man einzelne Seiten und Kategorien ausschließen, den Link zur Startseite abschalten und die Zahl der Dropdown-Ebenen festlegen. Die Seiten sortiert Divi standardmäßig nach dem Titel; das Feld „Reihenfolge“ zählt erst, wenn man bei „Seitenlinks Sortieren“ die Menü-Reihenfolge wählt.
Die Seiten-Links des Menüs führen dabei auf die jeweiligen Seiten, die Kategorie-Links auf die Kategorie-Seiten, auf denen die Beiträge der jeweiligen Kategorie in umgekehrter chronologischer Reihenfolge gelistet sind (also die jüngsten zuoberst). In Block-Themes übernimmt diese Rolle die Seitenliste im Navigationsblock: Ist im Block kein Menü ausgewählt und gibt es auf der Website weder ein Navigationsmenü noch ein klassisches Menü, zeigt der Block alle Seiten.
Wie richte ich das automatische WordPress-Menü richtig ein?
Das automatische WordPress-Menü strukturiert man über die Hierarchien der Seiten und Kategorien. Die Reihenfolge der Seiten lässt sich außerdem über das Feld „Reihenfolge“ in den Einstellungen jeder Seite festlegen, sofern das Theme danach sortiert.
Zunächst zu den Hierarchien. Beim Schreiben eines Beitrags finden Sie die Kategorien in der rechten Seitenleiste des Editors im Bereich Kategorien. Über Neue Kategorie hinzufügen legen Sie dort eine neue an und wählen bei Übergeordnete Kategorie aus, unter welcher sie erscheinen soll. Achten Sie danach darauf, dass beim Beitrag nur die gewünschte Kategorie angehakt ist.
Die Hierarchie der Kategorien bestimmt die Struktur des automatisch erzeugten Menüs. Um sie zu überprüfen oder zu bearbeiten, klickt man im WordPress-Dashboard im linken Seitenmenü unter Beiträge auf Kategorien. Dort steht links das Formular für eine neue Kategorie (ebenfalls mit Übergeordnete Kategorie) und rechts die Übersicht:
Untergeordnete Kategorien stehen dort unter der jeweiligen übergeordneten Kategorie, mit einem vorangestellten langen Strich.
Die Hierarchie bei den Seiten funktioniert analog: Beim Bearbeiten einer Seite wählen Sie in der rechten Seitenleiste die übergeordnete Seite aus.
Dort gibt es auch das Feld Reihenfolge. Nach diesen Zahlen ordnet die Standardlösung von WordPress die Seiten im automatischen Menü; bei Divi gilt das nur mit der passenden Sortier-Einstellung (siehe oben).
Was sind die Vorteile und Nachteile des automatischen WordPress-Menüs?
Der klare Vorteil des automatischen WordPress-Menüs ist die relative Wartungsfreiheit für WordPress-Websites, die wenige Eltern-Seiten haben und neue Inhalte fast ausschließlich über Beiträge publizieren. Nachteile sind die begrenzte Flexibilität und das Augenmerk, dass man trotz Automatisierung noch auf die Struktur der Seiten und Beitrags-Kategorien haben muss.
Beim klassischen Bloggen ist das automatisch erzeugte WordPress-Menü genau das Richtige. Alle Seiten sind bereits drauf und davon gibt es nicht viele. Die Kategorien werden nach und nach befüllt, und im Allgemeinen gibt es auch nicht so viele, dass einem im Menü irgendwann der Platz ausgeht.
Für mich als Website-Allrounder sind die Nachteile jedoch gravierender. Zunächst arbeite ich - wie schon angeklungen ist - gerne mit mehreren Menüs. Dazu muss man einzelne Seiten oder Kategorien aus dem Hauptmenü weglassen können. Um Seiten oder Kategorien nicht im automatischen Menü aufscheinen zu lassen (sondern woanders), braucht es bereits ein etwas mächtigeres Theme (zum Thema Themes kommen wir demnächst in dieser Reihe von Artikeln) oder ein Plugin.
Die Arbeit mit Plugins ist zwar ok (ja, auch dazu kommen wir bald), aber was nicht nötig ist, sollte man bei Plugins definitiv vermeiden. Dazu aber an geeigneter Stelle mehr. Hier nur soviel: Warum ein Plugin für etwas einsetzen, das in WordPress von vornherein durch die manuelle Erstellung von Menüs ganz einfach erreicht werden kann?
Wie erstelle ich manuell ein Menü in WordPress?
Ein Menü kann im WordPress-Dashboard über den Unterpunkt Menüs bei Design im Seitenmenü erstellt werden. Dort wählt man Seiten, Beiträge, Kategorien und Individuelle Links nach Belieben aus und ordnet diese Auswahl, ebenfalls nach Belieben, an. In Block-Themes fehlt dieser Eintrag; dort gilt der Abschnitt zum Navigationsblock.
Ein Klick auf Menüs führt zur Menü-Übersicht. Dort findet man nur manuell erstellte Menüs, d.h. in einer frischen WordPress-Installation gibt es hier noch kein Menü. Auf WebsiteBerater.com gibt es bereits mehrere davon zur Auswahl (siehe nächster Screenshot). Hinter jedem Menü steht in Klammern, welcher Position es zugeordnet ist.

Beachten sie außerdem, dass man hier von der zunächst aktiven Registerkarte Menüs bearbeiten auch zur zweiten Registerkarte Positionen verwalten wechseln kann. Dort sieht man für WebsiteBerater.com bereits die Verteilung, die ich getroffen habe, bei einer neuen Website steht dort allerdings noch weniger, auch weil nicht alle Themes gleich viele unterschiedliche Menüs unterstützen.
Diese Übersicht kann man nutzen, um bereits erstellte Menüs auf die vom Theme vorgesehenen Positionen zu schalten. Dabei kann, wie man in unserem Beispiel sieht, ein Menü auch an mehreren Stellen eingesetzt werden.
Um ein neues Menü zu erstellen, wechseln Sie wieder zurück zur ersten Registerkarte und klicken auf den (im oberen Screenshot) blauen Link erstelle ein neues Menü. Dadurch öffnet sich darunter eine neue Box, in der Sie den Namen des neuen Menüs eingeben und danach den Button Menü erstellen klicken.

Dann erscheint stattdessen eine neue Box. In dieser gibt es oben Platz, um Menüpunkte einzufügen und anzuordnen und darunter ein paar Einstellungen zur Verwendung des neuen Menüs.
Ein Menü muss übrigens nicht unbedingt irgendwo angezeigt werden, um existieren zu können. Man kann auf diese Weise auch ein Menü ganz in Ruhe und im Hintergrund vorbereiten, bis man beschließt, es irgendwo einzusetzen. Setzen Sie also die Position über die Kästchen bei Menüposition so fest, wie Sie es für Ihr Website-Design brauchen.
Mit dem Kästchen Neue Seiten der ersten Ebene automatisch zum Menü hinzufügen kann man festlegen, dass neue Seiten ohne übergeordnete Seite, die erst später erstellt werden, diesem Menü automatisch hinzugefügt werden. Das ist zwar nett, würde mich aber insofern nervös machen, als dass ich auch gerne weiß, wo genau die Seite dann angezeigt würde. Deshalb müsste ich das kontrollieren und somit sowieso den Menü-Editor öffnen. Daher lasse ich dieses Kästchen frei, also nicht ausgewählt.
Wie kann ich Inhalte zu einem manuellen WordPress-Menü hinzufügen?
Inhalte wie Seiten, Beiträge, Individuelle Links und Beitrags-Kategorien können auf der linken Seite in einem übersichtlichen Kasten einfach ausgewählt und dem Menü hinzugefügt werden. Danach scheinen sie in der rechten Übersicht der Menüpunkte mit dem Titel Menü-Struktur auf.
Um z.B. Seiten zum Menü hinzuzufügen, klickt man die kleinen Kästchen vor den Einträgen in der Liste an und danach auf Zum Menü hinzufügen. Bitte beachten Sie, dass die gewünschten Seiten in der zunächst angezeigten Liste (Reiter Neueste) vielleicht nicht sichtbar sind. Wählen Sie dann den Reiter Alle anzeigen oder gehen Sie direkt zu Suchen. Nur veröffentlichte Seiten und Beiträge stehen in diesen Listen; Entwürfe finden Sie dort nicht.
Das gleiche Prinzip gilt für Beiträge und Kategorien. Um einen Individuellen Link zu erstellen, öffnen Sie den Unterpunkt durch Klicken auf das kleine Dreieck. Dadurch gelangen Sie zu einer kleinen Box, in der Sie die URL und den Linktext für den Menüeintrag eingeben können.

In meinem Beispiel habe ich einen Link mit dem Namen Profi-Webdesign auf meine Business-Website hinzugefügt (damals noch unter andreaskrassnigg.com, heute krassniggdigital.com).
Nach diesen beiden Hinzufüge-Schritten habe ich nun auf der rechten Seite alle drei Menüeinträge als kleine Boxen zur Verfügung:

Wie ordne ich die Einträge in einem manuellen WordPress-Menü an?
Um einzelne Einträge in einem WordPress-Menü anzuordnen, zieht man sie einfach mit Klicken und Halten nach oben oder unten an die gewünschte Stelle und lässt dort den Klick wieder los. Um einen Eintrag zu einem Untereintrag eines anderen zu machen, zieht man diesen Eintrag unter den anderen und dort dann etwas nach rechts. Ohne Maus geht es auch: Eintrag über den Pfeil rechts aufklappen und bei Verschieben auf Unter … einordnen klicken.
Danach wird der Eintrag unter dem übergeordneten Eintrag etwas eingerückt angezeigt. Ich habe in unserem Beispiel den individuellen Link Profi-Webdesign nach oben, direkt unter den Eintrag Über WebsiteBerater.com gezogen und dort zu einem Unterpunkt gemacht:

Wie kann ich den angezeigten Namen eines WordPress-Menü-Eintrags ändern?
Um in WordPress den in der Liste fett dargestellten Namen eines Menüeintrags zu ändern, klickt man auf das kleine Dreieck ganz rechts. Dadurch öffnet sich eine Box mit den Einstellungen zu diesem Menüeintrag, und man kann ihn bearbeiten, verschieben oder entfernen.
In unserem Beispiel möchte ich den angezeigten Namen des individuellen Links auf Professionelles Webdesign ändern. Dazu öffne ich den Eintrag und ändere das Feld Navigationsbeschriftung.
Nachdem alles fertig hinzugefügt, eingestellt und angeordnet ist, nicht vergessen, den Button Menü speichern zu klicken. Erst dann werden die Änderungen auch übernommen und das Menü in seiner veränderten Variante gespeichert.
Vorteile und Nachteile händisch erstellter Menüs in WordPress
Manuell erstellte Menüs in WordPress haben den klaren Vorteil maximaler Flexibilität. Der Preis dafür ist, dass man alle Änderungen ebenfalls manuell durchführen muss. Dabei ist es wichtig, auch daran zu denken, die Änderungen zu speichern.
Sie haben gesehen, was man alles manuell an einem WordPress-Menü verändern kann. Letztlich ist die manuelle Variante tatsächlich maximal flexibel, weil man damit beliebige Inhalte beliebig (auch hierarchisch) anordnen kann, obwohl die Website-interne Struktur eine ganz andere sein darf.
Der einzige Nachteil ist die damit verbundene Arbeit, aber das ist nicht wirklich viel Arbeit, wenn wir ehrlich sind. Somit ist das manuelle Erstellen von Menüs in WordPress klar meine bevorzugte Arbeitsweise. Der einzige echte Nachteil, der so übrig bleibt, ist, dass man nicht vergessen darf, die Änderungen zu speichern, und das kann in einer hektischen Situation schon mal passieren.
Kann man das automatische Menü in WordPress mit händischen Menüs mischen?
Das automatische Menü erscheint nur an der Position, für die das Theme es vorsieht, bei Divi an der Position Primäres Menü, und nur, solange diese Position keinem Menü zugewiesen ist. Die anderen Positionen (bei Divi Sekundäres Menü und Footer-Menü) kann man mit manuellen Menüs besetzen; bleiben sie leer, zeigt Divi dort nichts an.
Sobald auch die Position des Hauptmenüs durch ein manuell erzeugtes Menü besetzt wird, rückt das automatisch von WordPress erzeugte Hauptmenü "in den Hintergrund", d.h. wird solange nirgends angezeigt, bis die Position des Hauptmenüs zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr mit einem manuell erzeugten Menü besetzt ist. Dann wird automatisch wieder das automatisch generierte WordPress-Hauptmenü angezeigt.
Wieviele Menüs kann man in WordPress verwenden?
Die Anzahl der in WordPress verwendbaren Menüs wird durch das Theme (mit)bestimmt. Die im Theme-Layout vorgesehenen Plätze im Website-Design (z.B. Hauptmenü, Sekundärmenü, Fußzeilenmenü) sind je nach Theme limitiert. Für die Anzahl der manuell verwalteten Menüs gibt es keine unmittelbare Grenze.
Interessant ist also, dass man einige Menüs manuell erstellen und verwalten kann, ohne in eine Beschränkung zu laufen (bei vierzehn habe ich aufgehört zu probieren). Das bedeutet aber nicht, dass man alle davon auch auf der Website unterbringen kann. Mein Theme (Divi) hat drei Menüpositionen: Primäres Menü, Sekundäres Menü und Footer-Menü.
Zusätzlich ist es auch noch möglich, Menüs über das Widget Navigationsmenü in der Seitenleiste oder dem Fußzeilen-Bereich einer Website anzubringen. Zum Thema WordPress-Widgets kommen wir ebenfalls demnächst in dieser Beitragsreihe. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, sodass man es vermutlich auch recht einfach schafft, vierzehn manuelle WordPress-Menüs auf einer Website zu platzieren. Wie immer sollte das aber inhaltlich und von der Struktur der Website her auch einen Sinn haben.
Wieviele Menüs sind in WordPress sinnvoll und wofür?
Auf einer Website empfehlen sich zumindest zwei unabhängige Menüs. Im einen sammelt man Inhalte, die verpflichtend auf einer Website sichtbar oder zu finden sein müssen (z.B. Impressum und Datenschutzerklärung), das andere (das Hauptmenü) schneidet man auf die Mission der Website zu.
Andere sinnvolle Kollektionen von Links (und genau das ist ein Menü im Grunde) sind z.B. eine Liste von Sponsoren oder anderen wichtigen Websites, eine Liste von bestimmten Lieblings-Beiträgen, oder etwa eine Liste von Seiten auf der Website, die man gerne gruppiert und prominent präsentieren möchte.
Was man übrigens an rechtlichen Inhalten auf der eigenen Website haben sollte (ganz wichtiges Thema), das finden Sie hier unter: Impressum, Datenschutzerklärung, Cookie-Banner: Was Ihre Website in Österreich und Deutschland braucht.
Kann ich ein WordPress Menü auch außerhalb der vom Theme vorgegebenen Positionen und der Widget-Bereiche platzieren, also z.B. mitten im Text?
In WordPress kann ein Menü nicht nur an den vom Theme vorgesehenen Positionen oder in Widget-Bereichen positioniert werden, sondern auch mitten im Text eines Artikels oder auf einer Seite.
Ja, das geht also. Wie genau, das habe ich in meinem Artikel So geht’s: WordPress Menü in Seite oder Beitrag einfügen im Detail beschrieben.
Menüs in Block-Themes: der Navigationsblock
In Block-Themes wie Twenty Twenty-Four gibt es den Eintrag Design → Menüs in der Regel nicht, und auch keine Menüpositionen. Das Menü ist dort ein Navigationsblock, etwa im Header, und es erscheint genau dort, wo dieser Block steht. Bearbeiten können Sie es im Website-Editor unter Design → Editor → Navigation.
Menüs, die Sie früher unter Design → Menüs angelegt haben, übernimmt der Block über Klassische Menüs importieren. Der Import legt eine Kopie an, die sich danach unabhängig vom Original ändert. Unterpunkte legen Sie im Block über Untermenü hinzufügen an. Was der Navigationsblock sonst noch kann, auch mitten im Text, steht in So geht’s: WordPress Menü in Seite oder Beitrag einfügen.
Was tun bei Problemen mit WordPress Menüs?
Probleme mit WordPress-Menüs können verschiedene Ursachen haben. Dazu, und wie man diese Probleme löst, habe ich einen separaten Artikel geschrieben: Lösungen für: WordPress Menü wird nicht angezeigt. Dort finden Sie alle Details, Erklärungen, und Lösungsschritte.
Ein etwas spezifischerer Problemfall betrifft Untermenüpunkte in WordPress. Auch dazu habe ich etwas für Sie: Lösungen für: Unterpunkte im WordPress Menü werden nicht angezeigt.
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Nächste Schritte
Soweit meine geballte Sammlung von Informationen zum Thema Menüs in WordPress und wie man sie richtig erstellt und bearbeitet. Im nächsten Schritt kommen wir zur Einrichtung von Google Analytics. Ich empfehle jedem, der eine Website gezielt betreiben möchte, Google Analytics zu verwenden, um zu verfolgen, wie die Besucher der Website diese nutzen und die eigene Website entsprechend verbessern zu können.

