Menüs sind in WordPress gut und einfach zu verwalten. Einsetzen kann man sie allerdings in erster Linie nur an vorgegebenen Stellen im Theme bzw. in Widget-Bereichen. Was tun, wenn man ein Menü mitten im Text einer Seite oder eines Beitrags einbauen möchte? Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:
Ein Menü mitten im Text bringen Sie in WordPress am besten mit dem Navigation-Block unter, der seit WordPress 5.9 fest eingebaut ist. Er zeigt das Menü so an, wie man es aus dem Header kennt, mit aufklappenden Untermenüs und auf Wunsch mit Menü-Symbol auf dem Handy. Wer mit dem Classic Editor schreibt, nimmt stattdessen einen Shortcode, entweder aus einem Plugin oder selbst programmiert. Der zeigt das Menü allerdings nur als einfache, verschachtelte Liste an.
Zuletzt geprüft und aktualisiert: Oktober 2026.
Da es für alle Möglichkeiten mehr zu sagen gibt, hier die wesentlichen Details:
Wozu braucht man ein Menü in WordPress auf einer Seite oder in einem Beitrag?

Wer schon ein bisschen WordPress-Erfahrung hat, der kennt WordPress-Menüs vermutlich bereits ganz gut. Für alle, die gerade erst mit WordPress beginnen, gibt es hier auf WebsiteBerater.com eine gründliche Einführung in das Thema: WordPress Menüs richtig erstellen und bearbeiten.
WordPress-Menüs haben normalerweise einen oder zwei feste Plätze im Design der Website, z.B. für das Hauptmenü im Header und ein Sekundärmenü in der Fußzeile. Wie viele es sind, bestimmt das Theme. Etwas mehr Freiheit geben die Widget-Bereiche wie Sidebar und Footer. Mehr dazu finden Sie in meinem Artikel WordPress-Widgets, einfach erklärt.
Wenn das aber auch nicht hilft, weil man das Menü eben im Text oder mitten auf einer Seite einsetzen will, dann braucht man eine andere Lösung. Typische Gründe dafür sind:
- Eine Sitemap im Text: In einem Menü lassen sich Seiten, Beiträge, Kategorien und beliebige Links in jeder gewünschten Hierarchie anordnen. Das ergibt eine von Hand gepflegte Sitemap, die man auch mitten in einem Artikel zeigen kann.
- Eine zentral gepflegte Liste: Eine Liste von Links, die an mehreren Stellen vorkommt, muss man sonst jedes Mal an jeder Stelle anpassen. Als Menü wird sie nur einmal gepflegt.
- Ein Menü als Gestaltungselement: Ein richtiges Menü mitten auf einer Seite, z.B. zwischen Abschnitten oder in einem selbst gebauten Header.
Welche der folgenden Möglichkeiten für Sie die richtige ist, hängt vor allem von einer Frage ab: Soll das Menü wie ein echtes Menü aufklappen, oder reicht eine Liste von Links?
Der Navigation-Block: ein echtes Menü an jeder Stelle
Als ich diesen Artikel 2021 zum ersten Mal geschrieben habe, gab es den Navigation-Block nur im Gutenberg-Plugin, als Vorschau auf künftige Funktionen. Seit WordPress 5.9 ist er fest in WordPress eingebaut. Sie brauchen dafür kein zusätzliches Plugin mehr, wohl aber den Block-Editor (für eine Einführung lesen Sie meinen Artikel Schreiben im WordPress Block-Editor, einfach erklärt).
Der große Unterschied zu allen anderen Lösungen in diesem Artikel: Der Navigation-Block bringt seine eigene Gestaltung und Funktion mit. Untermenüs klappen auf, auf dem Handy kann das Menü hinter einem Menü-Symbol verschwinden, und das alles egal, an welcher Stelle der Block steht.
Den Navigation-Block einfügen und ein Menü auswählen
Fügen Sie im Block-Editor über Block hinzufügen den Block Navigation ein. Schneller geht es, wenn Sie in einem neuen Absatz /navigation tippen und die Eingabetaste drücken. Haben Sie noch kein Menü angelegt, zeigt der Block zunächst automatisch Ihre veröffentlichten Seiten an.
Welches Menü der Block anzeigt, legen Sie über die drei Punkte neben dem Menünamen fest. Laut WordPress-Dokumentation gibt es dort drei Möglichkeiten:
- Menüs: zwischen bereits vorhandenen Menüs des Navigation-Blocks wechseln.
- Klassische Menüs importieren: ein Menü, das Sie unter Design → Menüs angelegt haben, für den Block-Editor umwandeln. Diese Möglichkeit erscheint nur, wenn es solche Menüs gibt.
- Neues Menü erstellen: mit einem leeren Menü beginnen.
Menüpunkte fügen Sie über das Plus-Symbol hinzu, als bestehende Seite, als neue Seite oder als beliebigen Link. Mit Untermenü hinzufügen bauen Sie eine zweite Ebene. Die Reihenfolge ändern Sie mit den Pfeilen über dem jeweiligen Menüpunkt oder in der Listenansicht.
Die wichtigsten Einstellungen des Navigation-Blocks
In den Block-Einstellungen in der rechten Seitenleiste finden Sie unter Einstellungen → Darstellung die Einstellungen, die aus einer Liste von Links ein richtiges Menü machen:
- Untermenü-Sichtbarkeit: Untermenüs öffnen sich entweder Bei Mauszeigerkontakt oder erst beim Klicken.
- Pfeil anzeigen: zeigt neben Menüpunkten mit Untermenü einen kleinen Pfeil an.
- Overlay-Sichtbarkeit: Aus zeigt immer alle Menüpunkte, Mobil fasst das Menü auf kleinen Bildschirmen hinter einem Menü-Symbol zusammen, Immer tut das auf allen Bildschirmgrößen.
- Icon-Button anzeigen: Ausgeschaltet erscheinen statt der Symbole die Wörter „Menü“ und „Schließen“.
- Overlay-Template: Mit Overlay erstellen gestalten Sie das Fenster, das sich auf dem Handy über dem Inhalt öffnet, selbst.
Dazu kommen die üblichen Block-Einstellungen für Ausrichtung, Farben, Schrift und Abstände.
Den Navigation-Block für einen eigenen Header verwenden
Verwenden Sie ein Block-Theme, dann bauen Sie Ihren Header im Website-Editor: Design → Editor → Vorlagen → Template-Teile → Header. Dort setzen Sie den Navigation-Block genauso ein wie in einem Beitrag, und er ist dann auf jeder Seite Ihrer Website zu sehen. Bei einem klassischen Theme mit Page-Builder geht das über den Header-Bereich des Page-Builders, dazu gleich mehr.
Menüs als Module in WordPress Page-Buildern
Wer einen Page-Builder nutzt, hat dort meist ein eigenes Menü-Modul. Im Divi-Builder, den ich hier auf WebsiteBerater.com über das Divi-WordPress-Theme verwende, gibt es dafür zwei Module: das vollbreite Menü-Modul und das Menü-Modul, mit dem Sie laut Elegant Themes ein Navigationsmenü an jeder beliebigen Stelle einer Seite einsetzen können. Zusätzliche Module von Drittanbietern brauchen Sie dafür nicht. Über den Theme Builder von Divi bauen Sie damit auch einen eigenen Header.
Wer weder den Block-Editor noch einen Page-Builder verwendet, also z.B. mit dem Classic Editor schreibt, braucht eine der folgenden Lösungen. Beide verwenden WordPress-Shortcodes. Wenn Sie noch nicht wissen, was das ist, lesen Sie zuerst meinen Artikel Shortcodes in WordPress, einfach erklärt.
Wichtig: Was ein Menü-Shortcode kann und was nicht
Ein Shortcode ruft die WordPress-Funktion auf, die das Menü als HTML ausgibt. Heraus kommt eine Liste von Links, bei Untermenüs eine verschachtelte Liste. Was ein Menü im Header aufklappen lässt, kommt dagegen nicht vom Menü selbst, sondern vom Theme: Es lädt an seinen vorgesehenen Menü-Plätzen eigenes CSS und JavaScript dazu. Mitten im Text fehlt das, deshalb sieht ein per Shortcode eingefügtes Menü eher wie ein Inhaltsverzeichnis aus.
Für eine Sitemap oder eine zentral gepflegte Liste ist das genau richtig. Wer dagegen ein Menü möchte, das wie im Header aufklappt, nimmt den Navigation-Block oder das Menü-Modul seines Page-Builders, oder muss das Aussehen mit eigenem CSS selbst gestalten. Ein Leser hat mich zu Recht auf diesen Unterschied hingewiesen, danke dafür!
Plugins, mit denen man Menüs per Shortcode überall einfügen kann
Eine naheliegende Möglichkeit, fehlende Funktionalität in WordPress einzubauen, sind Plugins. Was solche Plugins sind und wie man sie installiert, auswählt und wartet, beschreibe ich in meinem Artikel WordPress Plugins einfach erklärt. Sehen Sie sich jeden Kandidaten vorher genau an: Wann wurde er zuletzt aktualisiert, wie viele aktive Installationen gibt es, wie sind die Bewertungen?
Zwei Plugins kommen dafür in Frage (Stand Oktober 2026, beide aktuell gepflegt):
- Menu In Post ist genau für diesen Zweck gemacht. Es erzeugt Shortcodes, die ein Menü als Liste von Links oder als Auswahlfeld (Dropdown) anzeigen, und hat dafür eine eigene Oberfläche unter Werkzeuge.
- Shortcodes Ultimate ist ein großes Shortcode-Paket mit mehreren hunderttausend Installationen, das unter vielen anderen auch einen Shortcode für Menüs enthält.
Das früher oft empfohlene Plugin Menu Shortcode ist im WordPress-Plugin-Verzeichnis inzwischen geschlossen und sollte nicht mehr verwendet werden.
Einen eigenen Shortcode für Menüs in einem kleinen Plugin anlegen
Wer sich kein zusätzliches Plugin von Dritten an Bord holen will, kann den Shortcode auch selbst anlegen. Die Lösung geht meist auf einen kurzen Artikel von Stephanie Leary zurück.
Oft liest man, man solle den Code in die Datei functions.php des Themes kopieren. Davon rate ich ab: Beim nächsten Theme-Update wird die Änderung überschrieben, und ein Fehler in dieser Datei kann die ganze Website lahmlegen. Sauberer ist ein eigenes kleines Plugin. Das klingt kompliziert, ist aber sehr einfach:
- Sie haben den Code selbst unter Kontrolle.
- Sie können das Plugin wie jedes andere im WordPress-Dashboard hochladen, installieren und aktivieren.
- Bei Theme-Updates geht nichts verloren.
Hier sind die Schritte, die Sie, natürlich auf eigene Gefahr (Link zu meinem Haftungsausschluss), unternehmen können:
1. Öffnen Sie in Ihrem Text-Editor eine neue Datei.
2. Kopieren Sie folgenden Code in diese Datei (die Angaben im Kommentarblock können Sie nach Belieben anpassen):
'' ), $atts, 'menu' );
// Nur ausgeben, wenn es das Menü gibt (Name, Slug oder ID)
if ( '' === $atts['name'] || ! wp_get_nav_menu_object( $atts['name'] ) ) {
return '';
}
return wp_nav_menu( array(
'menu' => $atts['name'],
'echo' => false,
'fallback_cb' => false,
) );
}
add_shortcode( 'menu', 'menues_im_text_shortcode' );
3. Speichern Sie die Datei unter einem Namen Ihrer Wahl mit der Endung .php ab, z.B. menues-im-text.php.
4. Komprimieren Sie diese Datei mit zip, sodass Sie eine Datei menues-im-text.zip bekommen.
5. Gehen Sie ins WordPress-Dashboard Ihrer Website, dort im linken Seitenmenü auf Plugins → Plugin hinzufügen.
6. Klicken Sie ganz oben auf Plugin hochladen, wählen Sie Ihre zip-Datei aus, und installieren und aktivieren Sie das Plugin.
7. Fügen Sie Ihr Menü an der gewünschten Stelle im Text mit dem Shortcode [menu name="main-menu"] ein und ersetzen Sie main-menu durch den Namen, den Slug oder die ID Ihres Menüs.
Gegenüber der ursprünglichen Fassung prüft dieser Code zuerst, ob es das angegebene Menü überhaupt gibt, und gibt sonst nichts aus. Das ist wichtiger, als es klingt: Findet WordPress ein angegebenes Menü nicht, zeigt es von sich aus einfach das erste Menü an, das Einträge hat, und Sie sehen auf Ihrer Seite ein falsches Menü, ohne es zu merken.
Zum Beweis dafür, dass das funktioniert, habe ich das auch hier auf WebsiteBerater.com eingebaut. Hier ist, per Shortcode eingebunden, das Hauptmenü dieser Website. Sie sehen gut, dass es als verschachtelte Liste erscheint und nicht wie ein aufklappendes Menü:
Übrigens: Wie ich diese Code-Beispiele so übersichtlich darstelle, lesen Sie in meinem Artikel So geht’s: Code-Beispiele auf der WordPress-Website und in den Details zum Plugin meiner Wahl: Das Enlighter WordPress-Plugin: Installation, Einstellungen, Vorteile.
Ihr Feedback zu diesem Artikel
Über Feedback zu diesem Artikel freue ich mich, z.B. welche der vorgestellten Methoden Sie ausgewählt haben, was Ihr Ziel war und ob alles nach Wunsch geklappt hat. Falls Ihnen der Artikel nicht geholfen hat, schreiben Sie bitte ein paar Zeilen zu Ihrem konkreten Problem in die Kommentare. Ich werde versuchen, der Sache auf den Grund zu gehen.
Bitte beachten Sie: Um Spam zu vermeiden, lese ich jeden Kommentar persönlich und gebe ihn dann erst frei. Seien Sie also nicht überrascht, wenn es ein bisschen dauert, bis er zu sehen ist. Danke für Ihr Verständnis!
Menüs auf Seiten oder Beiträgen in WordPress einbauen: Mein Fazit
Ein Menü irgendwo auf einer WordPress-Website einzubauen, ist nicht schwierig. Wer mit dem Block-Editor arbeitet, nimmt den Navigation-Block und bekommt ein vollwertiges Menü mit aufklappenden Untermenüs und mobiler Ansicht. Mit einem Page-Builder wie Divi geht es über dessen Menü-Modul. Und wer mit dem Classic Editor schreibt, fügt per Shortcode eine Liste von Links ein, die zentral als Menü gepflegt wird.
Übrigens: Falls Sie Probleme mit WordPress-Menüs haben, dann habe ich auch einen Artikel für Sie, der Ihnen sagt, wie man Probleme mit WordPress-Menüs löst. Und noch einen Artikel gibt es, falls Sie konkrete Probleme mit WordPress-Untermenüs haben.
Bauen Sie gerade Ihre eigene WordPress-Website auf? Dann klicken Sie unbedingt noch zu meiner Übersicht der wesentlichen Schritte beim WordPress-Website-Erstellen hinüber: 19 Schritte zur fertigen WordPress-Website: Alle Details.


Danke für diesen Artikel!! Fünf Sterne *****. Hat auf Anhieb funktioniert und ein sinnloses Plugin gespart. Habe den Code (oben) nur in die function.php kopiert. Danke nochmal.
Freut mich, dass der Artikel Dir geholfen hat! Vorsicht, steht zwar oben aber nur zur Sicherheit hier nochmal: der veränderte Code im function.php wird beim nächsten Theme-Update überschrieben, wenn man das nicht in einem Child-Theme macht. Die Einfachste Lösung, wenn Du kein Child-Theme machen willst: nach dem Theme-Update den Code im function.php nochmals einfügen. Etwas aufwändiger, aber stabiler: den zusätzlichen Code in ein eigenes kleines Plugin packen (siehe ebenfalls oben).
Und am Ende das Beispiel vom eingebundenen Menü.
Aber es ist eine Art Inhaltsverzeichnis und hat nichts mit einem Menü zu tun, dass ich wie im Header „ausklappen“ kann.
Ich wollte einen eigenen Header erstellen und mit einem Standard WordPress Menü versehen.
Das wäre mit dem hier beschriebenen Plug-in die ideale Lösung für mich gewesen.
Hallo Ralf,
danke für den Hinweis, und sorry für die späte Antwort! Du hast völlig recht: Der Shortcode aus dem Beispiel gibt das Menü nur als verschachtelte Liste aus. Das Aufklappen kommt bei einem Header-Menü nämlich nicht vom Menü selbst, sondern vom Theme, das genau an seinen vorgesehenen Menü-Positionen eigenes CSS und JavaScript dazulädt. Mitten im Text fehlt das, deshalb sieht es aus wie ein Inhaltsverzeichnis.
Für das, was Du vorhast, gibt es inzwischen eine bessere Lösung, und die ist seit WordPress 5.9 fest eingebaut: den Navigation-Block. Der bringt sein eigenes Styling und die Aufklapp-Funktion gleich mit, egal wo er steht:
Wenn Dein Theme ein Block-Theme ist, baust Du Dir den eigenen Header im Website-Editor (Design → Editor → Vorlagen → Template-Teile → Header) direkt mit diesem Block. Bei einem klassischen Theme mit Page-Builder geht es über dessen Menü-Modul bzw. Theme-Builder, bei Divi z.B. mit dem Menü-Modul im Theme Builder.
Der Artikel oben ist an dieser Stelle übrigens überholt, weil der Block längst nicht mehr nur im Gutenberg-Plugin steckt. Ich bringe ihn demnächst auf den aktuellen Stand.
Viele Grüße,
Andreas