Willkommen zum siebenten Teil meiner Beitrags-Reihe, in der ich eine komplette Website-Erstellung von Anfang bis Ende beschreibe. Im vorangegangenen sechsten Teil habe ich einen Überblick über die wichtigsten WordPress-Grundeinstellungen gegeben, die man gleich zu Anfang setzen sollte. Der nächste Schritt hört sich einfach an: Schreiben.
Aber wie schreibt man eigentlich am besten in WordPress?
Das Hauptwerkzeug für das Schreiben in WordPress ist der Editor, seit WordPress 5.0 der Block-Editor. Jeder Absatz, jede Überschrift und jedes Bild ist darin ein eigener Block. Die Einstellungen zum Beitrag, z.B. Kategorien, Beitragsbild und Veröffentlichungsdatum, stehen in der Seitenleiste rechts.
Im Folgenden beschreibe ich die Vorgänge rund um das Schreiben von Inhalten in WordPress im Detail: vom ersten Beitrag über Speichern, Vorschau und Veröffentlichen bis zum Zurückholen einer früheren Version.
Vorhandene Beiträge und Seiten einer frischen WordPress-Installation
Bevor ich Ihnen zeige, wie Sie neue Inhalte erzeugen können, möchte ich Ihnen auch zeigen, wo vorhandene Inhalte gefunden und verwaltet werden. Durch einen Klick im Seitenmenü des WordPress-Dashboards auf Beiträge → Alle Beiträge gelangt man zur Liste aller vorhandenen Beiträge.
Diese Liste zeigt die Titel, Autoren, Kategorien, Schlagwörter, Kommentare und das Datum an. Außerdem kann man diese Übersicht nach veröffentlichten Beiträgen, Entwürfen und weiteren Status filtern. Das Suchfeld rechts oben ist recht praktisch, wenn man sich später einmal nicht durch mehrere Seiten von Beitragslisten klicken möchte, sondern ganz genau weiß, wonach man suchen muss.
In einer frischen Installation zeigt diese Liste nur einen Beitrag an, nämlich „Hallo Welt!“, der von WordPress als Beispiel und Platzhalter mitinstalliert wurde. Sobald man echte Inhalte hat, empfiehlt es sich, diesen Platzhalter-Beitrag zu löschen, damit er keine Verwirrung bei Besuchern und Suchmaschinen stiftet. Die Möglichkeiten, die man für die Verwaltung eines Beitrags hat, sieht man, wenn man mit dem Mauszeiger über den Titel fährt: Bearbeiten, Schnellbearbeitung, Papierkorb und Anzeigen (bei Entwürfen Vorschau).
Ein Klick auf Bearbeiten öffnet den WordPress-Editor, den wir uns im Laufe dieses Artikels noch ganz genau ansehen werden. Die Schnellbearbeitung erlaubt, direkt in der Liste einige Daten des Beitrags zu ändern, z.B. Titel, Datum, Kategorien oder Status, ohne den Editor laden zu müssen. Ein Klick auf Papierkorb tut genau das: Der Beitrag landet im Papierkorb. Von dort kann man ihn wiederherstellen oder schließlich endgültig löschen. Wie das genau funktioniert, beschreibe ich in meinem Artikel Der WordPress Papierkorb: Alles was Sie wissen müssen.
Für Seiten sieht es ähnlich aus, unter Seiten → Alle Seiten. In einer frischen Installation gibt es dort die Beispielseite und den Entwurf einer Datenschutzerklärung. Beide sollte man gezielt ersetzen. Auch wenn Sie sich jetzt denken, eigentlich gar keine (statischen) Seiten zu brauchen oder zu wollen: Ein Impressum und eine Datenschutzerklärung brauchen Sie ziemlich sicher.
Soweit, so gut. Sie wissen jetzt, wie Sie die Beiträge und Seiten Ihrer WordPress-Website auflisten, gegebenenfalls löschen und auch sonst verwalten können. Und jetzt widmen wir uns endlich der Erstellung eines Beitrags, ganz im Detail.
Wie erstelle ich einen neuen Beitrag in WordPress?
Einen neuen Beitrag erstellt man in WordPress am schnellsten über die obere Leiste: Mit dem Mauszeiger auf + Neu gehen und Beitrag wählen. Ein Klick direkt auf + Neu erstellt ebenfalls einen Beitrag; über das Menü darunter kann man auch andere Inhaltstypen wie Seiten neu anlegen. Alternativ geht es über das Seitenmenü mit Beiträge → Beitrag hinzufügen.
Danach öffnet sich der WordPress-Editor. Beim allerersten Mal zeigt er einen Willkommensleitfaden mit ein paar kurzen Erklärungen, den man durchklicken oder schließen kann. Man findet ihn später jederzeit wieder im Optionen-Menü des Editors (dazu gleich mehr).
Block-Editor und Classic Editor
Seit Ende 2018 bzw. der WordPress-Version 5.0 ist der Block-Editor, der während seiner Entwicklung Gutenberg hieß, der Standard-Editor in WordPress. In diesem Artikel beschreibe ich das Schreiben im Block-Editor, denn mit dem arbeitet jede neue WordPress-Installation.
Den vorherigen Editor, inzwischen Classic Editor genannt, gibt es aber weiterhin: als offizielles Plugin Classic Editor, das laut seiner Beschreibung so lange gepflegt wird, wie es nötig ist, und das auf mehreren Millionen Websites aktiv ist, oder über eine Einstellung mancher Themes. Wer damit arbeitet, findet die meisten der hier beschriebenen Einstellungen ebenfalls wieder, nur anders angeordnet: in Kästen unter und neben dem Textfeld statt in einer Seitenleiste.
Wer wissen möchte, wie der Block-Editor im Detail funktioniert und worin er sich vom Classic Editor unterscheidet, der kann sich im achtzehnten Teil dieser Beitragsreihe mit dem Titel Der WordPress Block-Editor (Gutenberg), einfach erklärt informieren. Hier geht es um das Schreiben selbst und alles, was rundherum dazugehört.
Wie ist der WordPress-Editor aufgebaut?
Der Editor hat drei Bereiche:
- Die obere Leiste. Links das Plus-Symbol (der Block-Inserter) zum Einfügen von Blöcken, daneben Rückgängig machen, Wiederherstellen und die Dokumentenübersicht. Rechts Entwurf speichern, Vorschau anzeigen, Veröffentlichen, das Symbol Einstellungen zum Ein- und Ausblenden der Seitenleiste und ganz rechts die drei Punkte für das Menü Optionen.
- Der Inhaltsbereich in der Mitte, mit dem Feld für den Titel ganz oben und darunter dem eigentlichen Text, Block für Block.
- Die Seitenleiste rechts, mit zwei Registerkarten: Beitrag für die Einstellungen des ganzen Beitrags (Status, Veröffentlichungsdatum, Adresse, Kategorien, Schlagwörter, Beitragsbild und mehr) und Block für die Einstellungen des gerade ausgewählten Blocks.
Welche Bereiche in der Registerkarte Beitrag überhaupt angezeigt werden, stellt man im Menü Optionen → Voreinstellungen unter Bedienfelder ein. Es spielt übrigens für die Funktion keine Rolle, ob ein Bereich sichtbar ist oder nicht; man kann jederzeit einzelne Bereiche einblenden oder verschwinden lassen. Sie werden mit der Zeit sowieso ein gutes Gefühl dafür bekommen, was Sie beim Schreiben sehen wollen (und was nicht).
Wie hängen Beitragstitel und Permalink in WordPress zusammen?
Der erste Schritt beim Erstellen eines neuen Beitrags sollte die Eingabe des Beitrags-Titels sein, im Feld Titel hinzufügen. Das hat den einfachen Grund, dass WordPress aus dem Titel beim ersten Speichern auch gleich die zukünftige URL des Beitrags (hier genannt Permalink) erzeugt.
Den Permalink sieht und ändert man in der Seitenleiste, Registerkarte Beitrag, in der Zeile Titelform. So nennt die deutsche WordPress-Version den letzten Teil der Adresse, der aus dem Titel entsteht. Ein Klick darauf öffnet ein kleines Fenster, in dem man ihn anpassen und den ganzen Permalink kopieren kann. Am besten macht man das, bevor der Beitrag veröffentlicht ist: Ändert man den Permalink eines bereits veröffentlichten Beitrags, führen Links und Lesezeichen, die auf die alte Adresse zeigen, ins Leere, solange man keine Weiterleitung einrichtet.
Wer hier übrigens als Permalink nicht den Titel des Beitrags, sondern irgendwelche Zahlen zu sehen bekommt, der sollte sich unbedingt vergewissern, dass die WordPress-Einstellungen für Permalinks auf Beitragstitel stehen!
Was ist der Unterschied zwischen Speichern, Vorschau und Veröffentlichen eines WordPress-Beitrags?
Mit Entwurf speichern wird eine aktualisierte Version des Entwurfs gespeichert, der noch nicht öffentlich ist. Vorschau anzeigen zeigt den Entwurf im Stil der Website an. Veröffentlichen macht den Entwurf zum fertigen und öffentlich zugänglichen Beitrag auf der Website.
Dieser Unterschied ist wichtig, um zu verstehen, worauf man klicken muss, um die eigene Arbeit an einem Artikel zu speichern und damit zu „sichern“. Solange man an einem Entwurf arbeitet, der nicht fertig ist, nimmt man also Entwurf speichern. Ein Klick auf Veröffentlichen ist dabei übrigens noch nicht endgültig: Zuerst öffnet sich ein Bereich mit der Frage Bereit zur Veröffentlichung?, in dem man Sichtbarkeit und Veröffentlichungsdatum noch einmal prüfen kann, und erst ein zweiter Klick auf Veröffentlichen macht den Beitrag öffentlich.
Sobald ein Beitrag veröffentlicht ist, heißt der Button Speichern. Wichtig: Jede Änderung, die man dann speichert, ist sofort auf der Website zu sehen. Wer an einem veröffentlichten Beitrag größere Umbauten vorhat, sollte das also mit Bedacht tun.
Und wenn etwas schiefgeht? WordPress speichert während des Schreibens automatisch Zwischenstände, und der Editor legt zusätzlich eine Sicherung im Browser an. Stürzt der Browser ab oder bricht die Verbindung ab, zeigt der Editor beim nächsten Öffnen den Hinweis Das Backup dieses Beitrags in deinem Browser unterscheidet sich von der unten stehenden Version. und bietet an, das Backup wiederherzustellen. Verlorene Absätze sind damit viel seltener geworden als früher. Wer ganz sicher gehen will, kopiert lange Texte trotzdem ab und zu in ein anderes Programm.
Eine eigene Rechtschreibprüfung hat WordPress übrigens nicht; der Browser prüft aber beim Schreiben mit. Welche Möglichkeiten es auf Deutsch gibt, beschreibe ich in meinem Artikel über die Rechtschreibprüfung in WordPress.
Was ist der Unterschied zwischen dem visuellen Editor und dem Code-Editor in WordPress?
Beim Schreiben im WordPress-Editor kann man zwischen zwei Ansichten wechseln: dem Visuellen Editor, in dem man Formatierung, Bilder und andere Elemente so sieht, wie sie auf der Website ungefähr erscheinen werden, und dem Code-Editor, der den gesamten Beitrag als Text mit seinem HTML-Code zeigt. Umschalten kann man im Menü Optionen (die drei Punkte rechts oben) unter Editor; zurück geht es auch mit Code-Editor verlassen.
Im Code-Editor sieht man z.B. für eine Überschrift der zweiten Ebene die beiden HTML-Tags h2, und dazu die Kommentare, mit denen WordPress den Beginn und das Ende jedes Blocks markiert. Für einen einzelnen Block geht es auch gezielter: im Menü Optionen des Blocks (die drei Punkte in seiner Werkzeugleiste) mit Als HTML bearbeiten.
Welche Vorteile hat die Verwendung des Code-Editors in WordPress?
Der Code-Editor hilft vor allem beim Beheben von Problemen wie z.B. bei Formatierungsschwierigkeiten, beim Hinzufügen von Optionen in HTML-Tags, sowie dabei, Elemente kontrolliert zu kopieren oder genau bezüglich ihrer Position im geschriebenen Text zu lokalisieren.
Anders gesagt: Wenn beim Schreiben einmal etwas nicht so aussieht, wie man es gewohnt ist, lohnt es sich, den Code anzusehen. Dort wird das Problem meist recht schnell klar. Vielleicht hat man von irgendeiner Website etwas in den Editor hineinkopiert und dabei wurde Formatierung mit übernommen, die man nicht haben möchte? Vielleicht gibt es leere Absätze, die man nicht sehen kann?
Wie macht man eine neue Zeile oder einen neuen Absatz in WordPress?
Beim Schreiben im WordPress-Editor erzeugt die Eingabetaste (Return) einen neuen Absatz, und zwar als neuen Absatz-Block. Eine neue Zeile im selben Absatz erzeugt man mit der Kombination Umschalt + Return.
Davon, dass dies genau so funktioniert, kann man sich leicht durch Ausprobieren und Hin- und Herwechseln zwischen dem visuellen Editor und dem Code-Editor überzeugen: Der Zeilenumbruch erscheint dort als br, der neue Absatz als neuer Block mit eigenem p.
Wie kann ich im WordPress-Editor Sonderzeichen einfügen?
Eine eigene Sonderzeichen-Tabelle hat der Block-Editor nicht. Man nimmt dafür am einfachsten die Werkzeuge des Betriebssystems:
- Auf dem Mac bekommt man Abwandlungen eines Buchstabens durch Drücken und Halten der entsprechenden Taste: Es erscheint eine kleine Blase mit den Varianten, aus der man mit der Maus oder der Zahl darunter wählt. Ein æ bekommt man z.B. über die Taste a. Alle anderen Zeichen findet man in der Zeichenübersicht (Ctrl + Cmd + Leertaste).
- Unter Windows öffnet Windows-Taste + Punkt ein Fenster mit Emojis und, in einer eigenen Registerkarte, Symbolen und Sonderzeichen.
Im Classic Editor gibt es dagegen nach wie vor das Omega-Symbol in der zweiten Zeile der Werkzeugleiste, das eine Tabelle mit Sonderzeichen öffnet.
Was bedeuten die Symbole im WordPress-Editor?
Sobald man in einen Block klickt, erscheint direkt darüber seine Werkzeugleiste. Sie hängt vom Block ab, beim Absatz sind das z.B.:
- ganz links das Symbol des Blocks, über das man ihn in einen anderen Block umwandeln kann (Umwandeln in, z.B. von Absatz zu Überschrift oder Liste),
- die Griffe zum Ziehen und die Pfeile Nach oben verschieben und Nach unten verschieben,
- die Ausrichtung des Textes,
- Fett, Kursiv und Link, und hinter dem kleinen Pfeil daneben weitere Formatierungen wie Code, durchgestrichen oder hochgestellt,
- ganz rechts die drei Punkte für das Menü Optionen des Blocks, u.a. mit Kopieren, Duplizieren, Davor hinzufügen, Danach hinzufügen und Löschen.
Wenn man den Mauszeiger auf einem Symbol ruhen lässt, erscheint eine kurze Erklärung, oft zusammen mit dem passenden Tastaturkürzel. Wen die Werkzeugleiste über dem Text beim Schreiben stört, der kann sie im Menü Optionen → Obere Werkzeugleiste fest an den oberen Rand des Editors verlegen.
Welche Struktur soll ein WordPress-Beitrag haben?
Die Struktur jedes WordPress-Beitrags sollte hierarchisch durch Überschriften gegliedert sein. Der Titel des Beitrags wird bei den allermeisten Themes zur H1-Überschrift, d.h. einer Überschrift der höchsten Ebene, weshalb für die Hauptgliederung des Textes H2-Überschriften und für die weitere Gliederung die niedrigeren Ebenen verwendet werden sollten.
Das hat den Sinn, dass die Gliederung nicht nur optisch (das erledigt das Theme über die Stile für die Überschriften-Ebenen) Sinn ergibt, sondern auch Suchmaschinen und Screenreader die Struktur der Seite gut verstehen.
Im Block-Editor ist jede Überschrift ein eigener Block Überschrift. Die Ebene (H2, H3, H4 …) wählt man in seiner Werkzeugleiste. Noch schneller geht es beim Tippen: Beginnt man einen neuen Absatz mit zwei Rautezeichen und einem Leerzeichen (## ), wird daraus sofort eine H2-Überschrift, mit drei Rautezeichen eine H3. Normaler Text steht im Block Absatz (das entspricht dem HTML-Tag p), ein Zitat im Block Zitat.
Ob die Gliederung stimmt, zeigt die Dokumentenübersicht in der oberen Leiste, Registerkarte Übersicht: Dort stehen alle Überschriften eingerückt nach ihrer Ebene, und eine übersprungene Ebene wird als (Falsche Überschriftsebene) markiert.
Wie baue ich Links in einen WordPress-Beitrag ein?
Einen Link fügt man im WordPress-Editor ein, indem man eine Textstelle markiert und dann in der Werkzeugleiste auf das Link-Symbol klickt oder Strg + K (auf dem Mac Cmd + K) drückt. In das sich öffnende Eingabefeld kommt die URL des Links, bestätigt wird mit der Eingabetaste.
In dieses Feld kann man entweder die URL einer externen Seite hineinkopieren oder, um interne Inhalte zu verlinken, einfach ein Stichwort oder einen Suchbegriff eintippen, wie etwa Homepage. Dann erscheinen passende Beiträge und Seiten der eigenen Website als Vorschläge, die man durch Anklicken auswählen kann. Dadurch wird die korrekte URL automatisch eingetragen, und das interne Verlinken wird ein Kinderspiel.
Wenn man möchte, dass sich der Link in einem neuen Tab des Browsers öffnet, klickt man auf den fertigen Link, dann auf das Stift-Symbol zum Bearbeiten und schaltet unter Erweitert die Option In einem neuen Tab öffnen ein.
Wie kann ich ein Video von YouTube in einem WordPress-Beitrag einbetten?
Um ein YouTube-Video in einen WordPress-Beitrag einzubetten, geht man am besten zum gewünschten Video direkt auf der YouTube-Website, kopiert die URL aus dem Browser und fügt sie in einen leeren Absatz im Editor ein. Der Editor macht daraus automatisch eine Einbettung (den Block YouTube) und zeigt eine Vorschau des Videos.
Als Beispiel habe ich genau das hier getan. Einfügen der URL
https://www.youtube.com/watch?v=jZFiJWsreTs&
im visuellen Editor erzeugt:
Beachten Sie dabei: Schon beim Laden eines eingebetteten YouTube-Videos werden Daten an Google übertragen. Viele Websites, auch diese, laden eingebettete Videos deshalb erst, nachdem der Besucher im Cookie-Banner zugestimmt hat.
Wie kann ich ein Bild in einen WordPress-Beitrag einfügen?
Bilder werden in WordPress in der Mediathek verwaltet. Um ein Bild in den Text einzufügen, fügt man einen Block Bild ein und wählt dort Hochladen (für ein neues Bild vom eigenen Rechner), Mediathek (für ein bereits hochgeladenes) oder Von URL einfügen. Noch einfacher: Man zieht die Bilddatei vom Rechner direkt an die gewünschte Stelle im Editor.
Da wir uns in einem der folgenden Artikel in dieser Reihe sowieso noch im Detail mit der Arbeit mit Bildern in WordPress beschäftigen werden, möchte ich es an dieser Stelle auch schon fast dabei belassen. Einen Aspekt der Verwendung von Bildern müssen wir hier allerdings noch besprechen, und das ist das Beitragsbild.
Wozu braucht mein WordPress-Beitrag ein Beitragsbild?
Das Beitragsbild ist direkt mit einem WordPress-Beitrag verknüpft und wird als Titelbild des Beitrags verwendet. Es wird, je nach Theme, im Beitrag selbst ganz oben angezeigt und vor allem als Vorschaubild in Beitrags-Listen, beim Teilen in sozialen Netzwerken, etc. verwendet.
Dieses Bild sollte natürlich zum Inhalt des Beitrags passen, denn alles andere wirkt, höflich formuliert, seltsam. Man legt es in der Seitenleiste, Registerkarte Beitrag, über Beitragsbild festlegen fest. Sobald es ausgewählt ist, wird es dort auch angezeigt.
Ich verwende hier übrigens das WordPress-Theme Divi, in dem ich die Anzeige des Beitragsbildes am Beginn eines Beitrags deaktiviert habe. Das finde ich als Präsentationsstil einfach angemessener. Sollte ich das Beitragsbild irgendwo im Beitrag zeigen wollen, kann ich es immer noch wie jedes andere Bild einfügen.
Welche Kategorien soll ich für meinen WordPress-Beitrag auswählen?
Für einen WordPress-Beitrag wählt man am besten genau eine Kategorie, die den Kontext des Beitrags im Rahmen der Website am besten beschreibt. Das erlaubt eine klare Zuordnung der Beiträge zu Kategorien und eine sinnvolle Nutzung der Kategorien z.B. in einem Menü der Website.
Beim Schreiben eines Beitrags findet man in der Seitenleiste, Registerkarte Beitrag, den Bereich Kategorien mit allen bereits erstellten Kategorien zum Anhaken, sowie darunter Kategorie hinzufügen, um direkt eine neue Kategorie anzulegen.
Es lohnt sich, Kategorien überlegt einzusetzen und zu versuchen, wirklich nur eine Kategorie für einen Beitrag auszuwählen. In manchen Fällen kann die Zuordnung zu mehreren Kategorien sinnvoll sein, z.B. wenn der Beitrag auf Blog-Listen mehrerer Kategorien auftauchen soll.
Solch eine zusätzliche Einteilung kann jedoch auch über Schlagwörter erfolgen. Die Zuordnung funktioniert ähnlich, im Bereich Schlagwörter darunter: Man tippt ein Schlagwort ein und bestätigt mit der Eingabetaste oder einem Komma. Letztlich muss aber jeder selbst entscheiden, welche Strukturierung und thematische Ordnung für die eigene Website am sinnvollsten ist. Eins sei jedoch gesagt: Kategorien sind als Strukturelement höher zu bewerten als Schlagwörter.
Das Beitragsformat, falls Ihr Theme es überhaupt anbietet, kann man übrigens getrost auf Standard eingestellt lassen und grundsätzlich ignorieren.
Woher weiß ich, wie mein fertiger WordPress-Beitrag auf der Website aussehen wird?
Die Vorschau eines Beitrags-Entwurfs erhält man durch einen Klick auf Vorschau anzeigen in der oberen Leiste des Editors. Dort kann man zwischen Desktop, Tablet und Mobil wählen, um den Beitrag direkt im Editor in der entsprechenden Breite zu sehen, oder mit Vorschau in neuem Tab den Beitrag so anzeigen lassen, wie er im Stil der Website tatsächlich erscheinen wird.
Mit beiden nebeneinander geöffneten Tabs kann man sehr leicht Korrekturen vornehmen, Dinge ergänzen oder Einstellungen für den Beitrag anpassen. Die Vorschau im zweiten Tab wird dabei nicht automatisch nachgebessert, sondern erst bei erneutem Klick auf Vorschau in neuem Tab aktualisiert.
Es ist nicht zwingend nötig, sich die Vorschau eines Beitrags anzusehen, bevor man ihn veröffentlicht. Ein kurzer Blick, vor allem in der Ansicht Mobil, erspart aber manche Überraschung.
Wie kann ich einen Entwurf in WordPress veröffentlichen?
Die Veröffentlichung eines Beitrags-Entwurfs in WordPress erfolgt durch einen Klick auf Veröffentlichen in der oberen Leiste des Editors und einen zweiten Klick auf Veröffentlichen im Bereich Bereit zur Veröffentlichung?, der sich daraufhin öffnet. Die Veröffentlichung erfolgt mit den dort angezeigten Einstellungen für Sichtbarkeit und Datum.
Wie kann ich einen bereits veröffentlichten WordPress-Beitrag wieder löschen?
Will man einen veröffentlichten Beitrag nur vorübergehend von der Website nehmen, setzt man ihn auf Entwurf zurück: in der Seitenleiste, Registerkarte Beitrag, in der Zeile Status die Option Entwurf wählen und mit Speichern bestätigen. Ohne den Editor zu öffnen, geht das auch in der Liste aller Beiträge mit Schnellbearbeitung, Status Entwurf und Aktualisieren.
Danach erscheint der Beitrag in der Liste aller Beiträge wieder als Entwurf und kann zu gegebener Zeit auch wieder veröffentlicht werden.
Soll der Beitrag ganz weg, klickt man in der Seitenleiste ganz unten auf In den Papierkorb verschieben. Aus dem Papierkorb lässt er sich noch wiederherstellen, bis er dort endgültig gelöscht wird.
Kann ich die spätere Veröffentlichung eines WordPress-Beitrags planen?
Ja, der Zeitpunkt der Veröffentlichung eines Beitrags kann in der Seitenleiste, Registerkarte Beitrag, in der Zeile Veröffentlichen eingestellt werden. Dort steht bei einem neuen Beitrag Sofort. Ein Klick darauf öffnet einen Kalender, in dem man Datum und Uhrzeit wählt.
Liegt der gewählte Zeitpunkt in der Zukunft, heißt der Button in der oberen Leiste Planen statt Veröffentlichen. Nach dem Klick darauf (und der Bestätigung) ist der Status des Beitrags nicht mehr Entwurf, sondern Geplant, und WordPress veröffentlicht ihn zum eingestellten Zeitpunkt automatisch.
Ein kleiner zusätzlicher Tipp: Auch das Datum eines bereits veröffentlichten WordPress-Beitrags lässt sich noch ändern. Wird es weiter in die Vergangenheit gesetzt, dann wird in Zukunft das neue Datum als Veröffentlichungs-Datum für den Beitrag verwendet. Das kann z.B. bei der Sortierung von Beiträgen hilfreich sein.
Wird das Datum eines bereits veröffentlichten Beitrags in die Zukunft gesetzt, so wird die Veröffentlichung beim Speichern wieder aufgehoben und der Beitrag wird für eine Veröffentlichung zum eingetragenen Zeitpunkt geplant. Sein Status ändert sich dadurch ebenfalls von Veröffentlicht auf Geplant.
Und eins noch: Wenn man einen geplanten Beitrag doch lieber sofort veröffentlichen möchte, muss man einfach das Datum auf jetzt oder in die Vergangenheit setzen. Dadurch erhält man statt des Planen-Buttons den Veröffentlichen-Button wieder zurück.
Kann ich zu einer früheren Version meines Beitrags zurückschalten?
Ja, das ist über die Revisionen möglich, die WordPress bei jedem Speichern eines Beitrags automatisch anlegt. Sobald es welche gibt, steht in der Seitenleiste, Registerkarte Beitrag, ein Eintrag Revisionen mit ihrer Anzahl. Ein Klick darauf öffnet einen Vergleich: Mit einem Schieberegler wählt man eine frühere Version aus und sieht genau, was sich gegenüber der Version danach geändert hat.
Die gewünschte Version holt man mit einem Klick auf Diese Revision wiederherstellen zurück. Achtung: Bei einem veröffentlichten Beitrag ist die wiederhergestellte Version damit sofort auf der Website. Die Version, die man dabei ersetzt, bleibt aber selbst als Revision erhalten, man kann also auch diesen Schritt wieder rückgängig machen.
Nächste Schritte
So, das war wieder eine ganze Menge an Informationen, diesmal zum Thema Schreiben in WordPress. Das Schreiben selbst geht zwar eigentlich einfach, aber es lohnt sich trotzdem, das Rundherum gut zu kennen, damit man nicht aus Versehen die bereits geschriebenen Absätze verliert, verwirft, oder sie anderweitig verloren gehen.
Nach diesem Inhalts-Erzeugungs-orientierten Teil dieser Reihe folgt nun ein kurzer Schritt zu den rechtlich relevanten Inhalten, um die man sich möglichst bald kümmern sollte: Impressum, Datenschutzerklärung, Cookie-Banner: Was Ihre Website in Österreich und Deutschland braucht.

